Spannung und Emotionen beim Jugendländerpokal 2026 in Berlin Bad Saarow
Der Jugendländerpokal 2026, ausgetragen vom 19. bis 21. Juni in Berlin Bad Saarow, brachte erneut die besten Nachwuchsgolferinnen und -golfer Deutschlands zusammen und bot ein Wochenende voller hochklassiger Matches, packender Duelle und unvergesslicher Momente. Insgesamt traten die Landesverbände gegeneinander an, mit eigens ausgewählten Teams bestehend aus sechs Spielern der Altersklasse AK 16 und zwei Spielern der Altersklasse AK 18. Mit dabei war auch die vielversprechende Auswahl vom BWGV, die sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen ambitionierte Ziele verfolgte.
Mädchen Team BWGV
Kapitän: Dominik Müller-Lingelbach
Yoo Na Bae - St. Leon-Rot
Yoo Yeung Bae - St. Leon-Rot
Helena Baraka - St. Leon-Rot
Lorena Guth - St. Leon-Rot
Sophie Jiang - St. Leon-Rot
Luise Jung - St. Leon-Rot
Talisia Ruff - St. Leon-Rot
Emma Schulz-Hanßen - St. Leon-Rot
Jungen Team BWGV
Kapitän: Benno Kirstein
Maximilian Endlich - St. Leon-Rot
Lois Gaus - Hetzenhof
Luca Herb - St. Leon-Rot
Hans Huang - St. Leon-Rot
Yuke Lu - St. Leon-Rot
Vincent Schneider - St. Leon-Rot
Felix Timm - St. Leon-Rot
Carl Verse - Mannheim
Vorbereitung: Anreise und Teambuilding als Schlüssel zum Erfolg
Die Vorbereitung der Teams begann bereits früh in der Woche. Die Spielerinnen und Spieler reisten gemeinsam mit ihren Betreuern bereits am Dienstag an, wobei die erste Station die Unterkunft in der Jugendherberge in Wittenberg war. Dort übernachtete das Team einmal, bevor es am Mittwoch weiter zum Austragungsort in Berlin Bad Saarow ging. Während des Aufenthalts organisierte die Sportpsychologin Anni Schumacher-Nusser gezielte Teambuildingübungen, um die Spieler optimal auf den Wettkampf einzustimmen.
Nach der Ankunft am Mittwoch begannen die intensiven Vorbereitungen, darunter die Besichtigung der Plätze. Die Jungen absolvierten ihre Proberunden auf dem Faldo Course, während die Mädchen den Arnold Palmer Course erkundeten, um die Besonderheiten der jeweiligen Platzlayouts kennenzulernen und strategische Feinheiten auszuarbeiten. Die Spieler wurden vor Ort von Landestrainer Benno Kirsten, Landestrainer Mädchen Dominik Müller-Lingelbach, Sportpsychologin Anni Schumacher, Physiotherapeutin Anne Krämer und Direktorin Leistungssport Nina Mühl betreut. Diese professionelle Unterstützung machte sich im Verlauf des Turniers deutlich bemerkbar.
Das Turnier begann am Freitag mit der Zählspielqualifikation, bestehend aus 18-Loch Einzel-Zählspiel und 18-Loch Vierer-Zählspiel, deren Resultate die Setzliste für die bevorstehenden Matchplayduelle am Wochenende bestimmten. Bereits hier zeigten die Teams ihr Können und die Leistungsdichte. Allerdings sorgte ein Gewitter am Nachmittag für eine Spielunterbrechung, sodass es ein langer Tag für die Spieler wurde.
Ergebnisse der Zählspielqualifikation
Mädchen
1. Platz: Nordrhein-Westfalen (+10)
2. Platz: Baden-Württemberg (+15)
3. Platz: Bayern (+21)
4. Platz: Niedersachsen-Bremen (+34)
Jungen
1. Platz: Bayern (+7)
2. Platz: Hanseatic Golfunion (+18)
3. Platz: Hessen (+21)
4. Platz: Baden-Württemberg (+22)
Matchplay: Hochspannung und lange Wettkampftage
Am Samstag starteten die Matchplays, die sowohl vormittags als auch nachmittags ausgetragen wurden. Doch erneut sorgte das unbeständige Wetter für eine Gewitterunterbrechung, wodurch die Entscheidungsrunden bis spät in die Nacht dauerten.
Spannung am Samstagabend
Das entscheidende Match der Mädchen fand unter dramatischen Bedingungen statt. Emma Schulz-Hanßen stand am Samstagabend um 22:00 Uhr noch auf dem letzten Loch, als sie in einem nervenzerreißenden Duell ihren Punkt holte und den Weg ins Finale ebnete. Ihre Teamkolleginnen und der Kapitän Dominik Müller-Lingelbach feierten die kräftezehrende Qualifikation und dann hieß es sehr schnell für morgen zu regenerieren.
Spiel um Platz 3
Die Jungen vom BWGV zeigten ebenfalls starke Leistungen, gewannen ihre Vormittagsmatches gegen Niedersachsen-Bremen souverän, mussten sich jedoch am Nachmittag knapp der Auswahl aus Bayern geschlagen geben. Damit war klar: Am Sonntag würde die Jungs um den 3. Platz spielen.
Finaltag: Sieg der Mädchen und Playoffkrimi bei den Jungen
Aufgrund der Gewitterprognosen wurden die finalen Sonntagsspiele auf verkürzte 18 Löcher angesetzt, dennoch hielt der Tag jede Menge Drama bereit.
Mädchenfinale gegen Nordrhein Westfalen
Die Mädchen aus Baden-Württemberg zeigten eine eindrucksvolle Teamleistung gegen das starke Team aus Nordrhein Westfalen und konnten das Finale für sich entscheiden. Der Vierer mit Yoo Yeung Bae und Lorena Guth, der mit einem souveränen 4&2 siegte, holte einen Punkt. Yoo Na Bae gewann ihr Match 2&1, während Talisia Ruff mit 3&2 überzeugte und drei von fünf möglichen Punkten sicherte. Die restlichen Matches wurden daraufhin abgeschenkt. Der Titel des Jugendländerpokals Mädchen 2026 ging verdient an das Team aus Baden-Württemberg.
Spiel um Platz 3 und Playoff-Drama
Im Spiel um Platz 3 traf die Jungenmannschaft vom BWGV auf das Team aus Rheinland-Pfalz/Saarland. Der Vierer mit Vincent Schneider und Maximilian Endlich glänzte mit einem deutlichen 3&2 Sieg, gefolgt von Felix Timm, der sein Match 4&2 für sich entschied. Hans Huang teilte sein Match auf der 18. Lois Gaus und Luca Herb mussten sich geschlagen geben. Somit ging die Entscheidung in ein nervenaufreibendes Sudden-Death-Playoff.
Sudden-Death-Entscheidung
In einem packenden Playoff-Duell trat Felix Timm vom BWGV gegen Fredrik Adolf aus Rheinland-Pfalz/Saarland an. Beide Spieler lieferten Birdies am ersten Extraloch und spielten konzentriert über weitere Löcher, doch am vierten Loch setzte sich Rheinland-Pfalz/Saarland mit einem Birdie gegen Par durch und sicherte den dritten Platz. Die Jungen vom BWGV mussten sich somit mit einem vierten Platz zufriedengeben.
Wir gratulieren den Gewinnern und allen Teilnehmenden und freuen uns auf den nächsten Jugendländerpokal 2027


