News aus den Clubs: Golf-Club Freudenstadt bestätigt Gold-Status

Bereits seit dem Jahr 2007 beteiligt sich der Golf-Club Freudenstadt e.V. am Umweltprogramm „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbandes (DGV). Nach der Bronze-Zertifizierung folgte 4 Jahre später die Auszeichnung mit dem Silber-Zertifikat. In 2012 erlangte der Golf-Club dann mit dem Gold-Status erstmals die höchste Auszeichnung, welche fortan bestätigt werden konnte.


Golf & Natur wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und wird in der Umsetzung der Maßnahmen unterstützt durch den Greenkeeper Verband Deutschland (GVD) sowie dem Golf Management Verband Deutschland (GMVD). Das Programm hat die Schwerpunkte Natur und Landschaft, Pflege und Spielbetrieb, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement sowie Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur. Das Qualitätsmanagement zielt darauf ab, optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz von Natur zu verbinden. Golf & Natur bietet die Chance, im Rahmen einer mehrjährigen Planung sowohl die Umwelt, als auch die pflegerischen Gegebenheiten zu erfassen und in planbaren Schritten zu verbessern.


Turnusgemäß erfolgte nun das Re-Audit durch Hartmut Schneider, Fachberater und Auditor des Deutschen Golf Verbandes. Er machte sich nach einem Einführungsgespräch mit den Clubverantwortlichen, Platzwart Joachim Hehr, Head-Greenkeeper Kalojan Förderer und Clubmanager Karsten Pollak, ein Bild über die umgesetzten Maßnahmen seit der letzten Re-Zertifizierung.


Auf dem Golfplatz wurden in den letzten zwei Jahren intensive Maßnahmen zur Verbesserung der Platzqualität durchgeführt. So sind nach und nach alle Bunker auf dem Platz saniert sowie diverse Abschläge erneuert worden. Durch das Anlegen zusätzlicher Flächen für Blühwiesen und die Installation weiterer Insektenhotels wurden noch mehr Lebensräume für verschiedene Tierarten geschaffen. Außerdem befinden sich auf dem Golfplatz Steinhäufen und zwei Totholzhotels als weitere Lebensräume.


Im Bereich der Arbeitssicherheit zeigte sich Hartmut Schneider mit der Arbeit der Clubverantwortlichen zufrieden. In Zusammenarbeit mit der DEKRA Karlsruhe wurden für alle Arbeitsbereiche im Greenkeeping Gefährdungsbeurteilungen und Anleitungen zum Umgang mit Maschinen und Gerätschaften erstellt. Umfassende Checklisten regelmäßig zu erfolgender Prüfungen auf und neben dem Golfplatz stellen zudem sicher, dass alle Maßnahmen, die die Sicherheit für die Mitarbeiter und Golfspieler/innen auf der Anlage gewährleisten sollen, durchgeführt werden.


Vor der Platzbegehung und Begutachtung der Arbeitshalle der Greenkeeper wurden die weiteren Maßnahmen in einem Entwicklungsplan festgelegt. Hierzu gehören u. a. das Erstellen eines Biotop-Pflegeplans, die Weiterentwicklung des Konzepts für das Wassermanagement sowie das Projekt der Herstellung eigenen Golfplatz-Honigs. Außerdem strebt der Club eine Zusammenarbeit mit dem Ortsverband des NABU an. Hierfür dürfte die erst kürzlich beschlossene Biodiversitätskooperation zwischen dem NABU, dem Deutschen Golf Verband und dem Baden-Württembergischen Golfverband sicher hilfreich sein.


Insgesamt konnte Hartmut Schneider dem Golf-Club Freudenstadt ein gutes Zeugnis ausstellen und zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit des Golf & Natur-Teams. Das nächste Re-Audit ist für das Jahr 2028 terminiert.


Neben dem Programm Golf & Natur nimmt der Golf-Club Freudenstadt seit dem Jahr 2019 zudem am Programm Lebensraum Golfplatz teil, welches vom Baden-Württembergischen Golfverband in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Golf Verband und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg initiiert wurde und zum Ziel hat, die vorhandenen Biodiversitätsflächen auf Golfanlagen quantitativ und qualitativ zu bewerten und nach Möglichkeit zu erweitern.

Die Übergabe des Gold-Zertifikats Golf & Natur nach der erfolgreichen Re-Zertifizierung auf der Anlage des Golf-Club Freudenstadt am 23. Februar 2026. Von links Clubmanager Karsten Pollak, Head-Greenkeeper Kalojan Förderer, Platzwart Joachim Hehr, DGV-Auditor Hartmut Schneider.
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