Krimi auf der 18: Wie ein Double Bogey die Meisterschaft entschied
Ein einziger Schlag, gefallen auf dem letzten Grün – und plötzlich hatte die Einzelmeisterschaft der Altersklasse 14 einen neuen Champion. Was sich beim BWGV-Nachwuchsturnier im GC Gröbernhof abspielte, hatte Drehbuchchrakter.
Hoch über dem Donautal, eingebettet zwischen sanften Hügeln und dichten Schwarzwaldrändern, liegt der GC Gröbernhof – ein 18-Loch-Parkland-Kurs mit Par 72, dessen 6.113 Meter (von den gelben Abschlägen) den Nachwuchsspielern nichts schenken. Wer hier scoren will, muss präzise sein: enge Fairways, gut verteidigte Grüns und Bahnen, die mit dem natürlichen Geländeverlauf spielen. Genau dieser Platz war Schauplatz der BWGV-Einzelmeisterschaft AK 14 der Jungen – ein Turnier, das über 36 Loch im Zählspielformat ausgetragen wurde und zu den zentralen Nachwuchsevents der Saison zählt.
Turnierverlauf
50 Talente aus ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus reisten an – und trafen auf einen Gegner, der nicht auf der Startliste stand: Temperaturen bis 35 Grad. Um dem Hitzegipfel zu entgehen, schickte die Spielleitung die Felder bereits um 8:30 Uhr im Zweitee-Start auf die Runde. Trotzdem forderte die Sonne den Nachwuchs bis zum letzten Putt.
Der erste Tag gehörte den Handicapbesten. Simon Süntzenich vom Stuttgarter GC Solitude setzte mit einer 69 – drei unter Par – ein deutliches Ausrufezeichen und übernahm die Führung. In Lauerstellung: Niklas Storz vom GC Tuniberg mit einer 71 (eins unter Par). Den dritten Rang teilten sich Flynn Stumper vom GC Steißlingen und Paul Frederik Fritzssching vom GC St. Leon-Rot mit jeweils 74 Schlägen. Für die Überraschung des Tages sorgte Luis Grillo vom Stuttgarter GC Solitude, der mit einem Handicap von 13,3 eine bemerkenswerte 75 auf die Scorekarte brachte. Besonders die 17, ein Par 5, wurde zur Angriffsbahn: Zahlreiche Birdies und gleich drei Eagles unterstrichen, wie mutig der Nachwuchs zu Werke ging.
Der zweite Tag lieferte dann Turnierdramatik in Reinform. Aus dem dritten Startplatz heraus zündete Paul Frederik Fritzsching den Turbo: Mit einer 70 – der besten Tagesrunde des gesamten Wettbewerbs – schob er sich ins Clubhaus und musste warten. Warten darauf, was der bis dahin souverän führende Simon Süntzenich auf den letzten Bahnen noch zulassen würde. Die Antwort fiel auf der 18: Ein Double Bogey auf dem Schlussloch kostete den Solitude-Spieler die Führung – und krönte Paul Frederik Fritzsching mit einem Gesamtscore, der eine Runde unter Par lag, zum Meister der AK 14. Simon Süntzenich wurde einen Schlag zurück Vize-Meister, Niklas Storz komplettierte das Podium auf Rang drei. Näher hätte man es kaum inszenieren können.
Stimmen zum Turnier
BWGV-Vizepräsident Tilmann Schwend richtete seinen Dank an die Helferinnen und Helfer, an die Spielerinnen und Spieler sowie deren Eltern – und hob die vorbildliche Atmosphäre hervor, die das gesamte Turnier prägte. Fairness und gegenseitiger Respekt, so betonten beide, waren mindestens ebenso auffällig wie die sportlichen Höchstleistungen.
Der BWGV gratuliert herzlich allen Siegerinnen und Siegern zu ihren herausragenden Leistungen und bedankt sich bei der Spielleitung des BWGV, der Geschäftsstelle des ausrichtenden Golfclubs sowie dem Greenkeeping-Team für ihren professionellen Einsatz und die hervorragende Organisation, die dieses Turnier erst möglich gemacht haben.



