Harsch und Rehm – Neue Deutsche Meister der AK 50 im Jubiläumsjahr des GC Feldafing
Ein selektiver Traditionskurs mit seinem 100. Geburtstag, starke Führende und spektakuläre Aufholjagden: Im Golf-Club Feldafing sichern sich Manon Harsch und Lokalmatador Maximilian Rehm die Deutschen Meistertitel der Altersklasse 50 (AK). Bei perfektem Golfwetter führten zudem die Comeback-Stories von Silvia Wilms und Marc Mazur sowie die Performance von Altmeister Christian Domin zu einem AK-50-Finale mit Traumnote.
Manon Harsch hat sich bei den Deutschen Meisterschaften der AK 50 im GC Feldafing souverän den Titel bei den Frauen gesichert. Mit Runden von 75, 76 und 79 Schlägen kam die Spielerin des Baden Hills G&CC auf insgesamt 230 Schläge (+17) und verteidigte damit ihre Führung, die sie bereits im Laufe des ersten Turniertages übernommen hatte. Auf dem anspruchsvollen, langen Kurs mit seinen kleinen, ondulierten Grüns bewies Harsch vor allem Konstanz und ein starkes kurzes Spiel – genau die Qualitäten, die der Platz dem Teilnehmerfeld über drei Tage abverlangte.
Hinter der neuen Deutschen Meisterin entwickelte sich am Schlusstag ein enger Kampf um die weiteren Podestplätze, der schließlich in einer dreifach geteilten Vizemeisterschaft endete. Mit jeweils 239 Schlägen (+26) reihten sich Silvia Wilms (Münchener GC), Kristina Eich (GC Gut Lärchenhof) und Sibylle Gabler (G&LC Berlin-Wannsee) hinter Harsch ein. Besonders bemerkenswert: Die amtierende Meisterin Silvia Wilms zeigte nach einem schwierigen zweiten Tag großen Kampfgeist und meldete sich am Finaltag mit einer starken 77er Runde eindrucksvoll zurück.
„Dieser Titel ist für mich das absolute Highlight. Aus dieser Woche nehme ich vor allem eines mit: genau das, was ich mit meinem Trainer besprochen habe. Ich bin keine Longhitterin, also soll ich mich auf mein kurzes Spiel konzentrieren und die ganz langen Drives sein lassen. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, Golf zu spielen – und ich werde weiter mein Spiel spielen, egal was die anderen machen“, sagte Manon Harsch nach ihrem Sieg.
Bei den AK-50-Männern hat Maximilian Rehm seinen Heimvorteil im GC Feldafing perfekt genutzt und sich mit einer beeindruckend kontrollierten Finalrunde den Titel gesichert. Mit Runden von 75, 73 und 72 Schlägen kam der Spieler des gastgebenden Golfclubs auf insgesamt 220 Schläge (+7) und zog damit am bisherigen Führenden Felix Banzhaf vorbei. Seine Aufholjagd war kein spektakuläres Birdie-Feuerwerk, sondern die vielleicht schwierigste Disziplin in Feldafing: drei Tage lang weitgehend fehlerfreies, geduldiges Golf auf einem Platz, der jede Unachtsamkeit bestraft. Rehm, der Lokalmatador, beschert seinem Heimatclub im Jubiläumsjahr das perfekte Geschenk.
Felix Banzhaf (Frankfurter GC) hatte nach zwei Runden noch geführt und beendet das Turnier mit 222 Schlägen (+9) auf Rang zwei. Titelverteidiger Marc Mazur (GSV Düsseldorf) lieferte trotz eines schwierigen Auftakts eine beachtliche Aufholjagd und war eine der Comeback-Storys des Turniers. Für ein weiteres Highlight sorgte Altmeister Christian Domin (Hamburger GC), längst in der AK 65 zuhause, der mit Runden von 77, 78 und 76 Schlägen und einem Gesamtscore von 231 Schlägen (+18) eindrucksvoll bewies, dass sein Golf nichts von seiner Klasse eingebüßt hat.
„Ich war den ganzen Tag über sehr entspannt und habe einfach drauflosgespielt. Ab Bahn 12 hatte ich dann das Gefühl, dass vielleicht noch etwas gehen könnte, sicher war ich mir aber nicht – Felix und Marc sind so gute Spieler, da weiß man nie, wer als Nächster ein Birdie Feuerwerk zündet. Ich wusste die ganze Zeit, wie es steht, das Leaderboard hatte ich immer im Blick. Aber das hat mich eher motiviert, als dass es mich nervös gemacht hat. Der Titel macht mich unheimlich stolz. Es gibt so viele tolle Spieler in unserer Altersgruppe, und nach so einem gelungenen Turnierwochenende ganz oben zu stehen, ist einfach der Wahnsinn“, sagte Maximilian Rehm nach seinem Heimsieg.

