Foto: Dr. Josef Tumbrinck, Thomas Graner, Daniel Hopp, Diemar Hopp, Dr. André Baumann, Dr. Gunther Hardt und Eicko Schulz-Hanßen (v.l.n.r. Copyright GC St Leon-Rot)
Foto: Alle Teilnehmer des Festaktes an der Brücke des renaturierten Kraichbaches

Politik unterstützt Golfsport beim Thema Artenschutz

Spitzentreffen in Sachen Förderung der Artenvielfalt: Beim Festakt im Golf Club St. Leon-Rot in Baden-Württemberg anlässlich des 25jährigen Engagements für Biodiversität und Naturschutz auf der 45-Löcher-Anlage wurde klar, wie stark Politik und Sport bei diesem Thema inzwischen kooperieren. „Wir können bei der Artenvielfalt keine Bevölkerungsgruppe mehr außen vor lassen. Es gibt keine sektoralen Grenzen mehr. Wir müssen alle zusammenarbeiten“, resümierte der Staatssekretär im Baden-Württembergischen Umweltministerium Dr. André Baumann, der in diesem Zusammenhang auch die erfolgreiche Kooperation mit dem Baden-Württembergischen Golfverband im Rahmen des Projektes Lebensraum Golfplatz hervorhob.

550 Kinder im Club erleben Natur hautnah


Für den GC St. Leon-Rot, so Clubpräsident Daniel Hopp, war die Einbindung des Themas Naturschutz von der Entstehung der Anlage an Pflichtprogramm, um die Akzeptanz bei umliegenden Kommunen, Nicht-Golfern und den Behörden zu erhöhen und die anfängliche Skepsis gegenüber der Golfanlage abzubauen. Inzwischen, so sein Fazit, „ist hier einfach unglaublich viel entstanden, was die Symbiose zwischen Golf & Natur dokumentiere.“ Ein Monitoring der Artenvielfalt, das im Hinblick auf das 25jährige Jubiläum durchgeführt wurde, weist über 1000 verschiedene Pflanzen- und Insektenarten auf der Anlage nach. „Die 550 Kinder, die sich in unserer Jugendförderung befinden“, erleben diese Natur hautnah und bekommen das Wissen vermittelt, wie man damit umgeht“, stellte Hopp fest.

Herausforderungen für Clubs wachsen


Eine Herausforderung, die für Golfer, Golfclubs und Golfanlagen nicht einfacher wird, wie Greenkeeper Karsten List, zuständig für das Thema Umwelt & Natur beim GC St. Leon-Rot, formulierte. „Die Auswirkungen des Klimawandels kristallisieren sich auf dem Golfplatz immer mehr heraus und wir haben keinen festgelegten Fahrplan.“

Die Lösung der Probleme, so auch die Aussage von Dr. Josef Tumbrinck, Leiter der Abteilung Naturschutz im Bundesumweltministerium, werde dabei auch gefördert durch Qualitätsmanagement-Zertifikate wie das Programm Golf & Natur des Deutschen Golf Verbandes. In Baden-Württemberg sei die Beteiligungsquote sehr hoch, aber zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen sei sie das nicht. „Natürlich machen viele Clubs in Deutschland mit, aber da ist noch sehr viel Luft nach oben und ich sehe eigentlich nicht, wieso nicht alle mitmachen.“


Mehr Potenziale nutzen

Damit, so sein Kollege Thomas Graner, Zentral- und Fachbereichsleiter beim Bundesamt für Naturschutz, steigere jede Golfanlage am Ende ihre eigene Akzeptanz bei Mitglieder, Behörden und der Öffentlichkeit. Das Bundesamt für Naturschutz, so Graner unterstütze das Programm nach wie vor stark. „Wir werden die Natur nicht retten, wenn wir nur in den Naturschutzgebieten arbeiten. Wir müssen alle Potenziale nützen, um die Biodiversität auf allen genutzten Flächen zu fördern.“ Sportflächen seien ein Teil davon.

Die Golfanlagen, so Dr. Gunther Hardt, Leiter der Arbeitsgruppe Biodiversität beim Deutschen Golf Verband, hätten sich seit 2005 mit der Gründung von Golf & Natur aus der Konfrontation mit Naturschutzverbänden in die Kooperation begeben. Inzwischen nehme das Thema Biodiversität auf nahezu jeder Golfanlage einen wesentlichen Punkt ein.


GC St. Leon-Rot: „Wir bleiben dran“

Ein Punkt, den auch Otto Leibfritz, Präsident des Baden-Württembergischen Golfverbandes, unterstrich. „Wir haben seit 2019 extrem viel Energie, Zeit und auch Finanzen in das Thema Biodiversität gesteckt, weil wir und unsere Mitglieder die zukünftige Bedeutung erkennen. Eine Veranstaltung wie diese verdeutlicht noch einmal, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Politik, Umweltschutzverbänden, den Kommunen und dem Golfsport ist.“

Im Golf-Club St. Leon-Rot, so die Einschätzung von Geschäftsführer Eicko Schulz-Haßen, sei die Faszination des Themas Naturschutz ungebrochen. Von der Renaturierung des Kraichbaches über die Ansiedlung von Störchen bis zur Pflege von Extensivflächen mit einer Schafherde – Förderung der Artenvielfalt sei vielfältig, spannend und wichtig. „Wir bleiben an dem Thema einfach dran.“

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