Der Heitlinger Hof, eines der beiden Hotels der Heitlinger Genusswelten

Kraichgau-Kombi: Bio-Weinanbau rund um den Golfplatz

Die Kombination ist ungewöhnlich: Mitten auf dem Golfplatz des Heitlinger Golf Resorts in Tiefenbach in Baden-Württemberg stehen die Weinreben, genaugenommen zwischen den Abschlägen der Bahnen 16 und 18. Albatros heißt die Rivaner-Traube, die hier angebaut wird. Sie ist Teil des größten deutschen Bio-Weinguts in Privatbesitz, das zusammen mit zwei Hotels, Restaurants und Golfanlage die Heitlinger Genusswelten bildet.

„Natur pur“ ist die Grundphilosophie


Hier, mitten im Kraichgau, vermischt sich der Weingut auf überraschende Weise mit der Golf-Thematik. Auf der einen Seite stehen der Weinanbau, die vielfach prämierten Erzeugnisse der VDP-Weingüter Burg Ravensburg und Heitlinger, die in insgesamt 43 Ländern verkauft werden. Auf der anderen Seite geht es um den Golfplatz mit einem 18-Löcher- und einem Sechs-Löcher-Platz, sowie einer Top-Tracer-Golf-Academy.

So unterschiedlich die beiden Geschäftszweige auch sind, so einig sind sich die Verantwortlichen, wenn sie über die Basis ihres Erfolges sprechen: „Natur pur!“, darum gehe es beim Bio-Weinanbau beschreibt Winzer Claus Burmeister die Philosophie des Weinguts. „Hier in der Gegend finden wir 160 Millionen Jahre alte Kalkstein-Sedimentböden, die es in Deutschland sonst nirgendwo gibt.“ Der Boden bestimmt den Wein und deshalb behandelt Burmeister die Böden mit höchster Sorgfalt.

Warren Jacklin, Sohn des Ryder-Cup-Kapitäns Tony Jacklin, ist von Geburt an mit dem Golfsport aufgewachsen. Mit Blick auf die erstklassigen gepflegten Grüns der 18-Löcher-Anlage, die für deutsche Verhältnisse auffallend hart und treu sind, erklärt er den britischen Pflegeansatz: „Wichtig ist nicht, dass die Grüns grün sind. Wir wässern wenig, wir sanden viel.“ Das Ergebnis der ressourcenschonenden Herangehensweise ist klar erkennbar: Kaum Pitchmarken auf den Puttflächen, die farblich zwischen hellgrün und hellbraun changieren. Die Expertise im Umgang mit dem Boden, der Verzicht auf unnötig viel Wasser und Dünger ist hier Gesetz. Hohe Qualität das Ergebnis.

„Das bedeutet natürlich mehr Aufwand, aber die Pflanzen werden robuster und resistenter“, berichtet Burmeister von seinen Weinbergen. Auch die Artenvielfalt zwischen den Weinreben sei mit dem Bioanbau enorm gestiegen, „das ist einfach toll anzusehen“.

Auf dem Golfplatz selbst, der sich über eine Fläche von insgesamt 84 Hektar erstreckt, sorgen zahlreiche Biotope, Heckenstrukturen oder Wasserhindernisse dafür, dass der Lebensraum für Fauna und Flora üppig ist. Kleine Teiche wechseln sich mit dem Kratzbach ab, Wiesenflächen finden sich jenseits der Bahnen. Obstbäume kommen immer wieder ins Bild.

Auf den zweiten Neun des Golfplatzes fällt nach einigen Anstiegen der Blick auf die Landschaft der Umgebung. Nahezu unverbaut ist sie. Wer Glück hat, kann im Herbst während der Golfrunde bei der Traubenernte der Albatros-Reben zusehen. Handlese ist hier angesagt. Traditionell, schonend, im Vergleich zur maschinellen Ernte deutlich langsamer und aufwändiger. Im Ergebnis, da sind sich Jacklin und Burmeister aber einig, auch einfach besser.

Lebendiger Weinberg heißt die Losung, die eben auch für den Golfplatz gilt. Die „Magie dieses Ortes“ entstehe dadurch, dass man die Landschaft respektiere. Die Weinbauer und die Golfer fügen sich ein. Schließlich haben die Zisterzienser schon im 12. Jahrhundert hier an den kalkhaltigen Hügeln des Kraichgaus gearbeitet. Nur weil sie und jene, die danach kamen, die Ressourcen schonten, war irgendwann noch Platz für die Golfer. Die nachhaltige Bewirtschaftung kommt jetzt auch ihnen zugute.

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