GC Heidelberg-Lobenfeld: Treffen mit dem Rotmilan

„Die Schafe kommen extrem gut an“ – Bernd Müller ist zufrieden. Der Head-Greenkeeper des GC Heidelberg-Lobenfeld zieht eine positive Bilanz, wenn es um den Einsatz der kleinen Herde geht, die nun bereits im zweiten Jahr auf der 18-Löcher-Anlage in Baden-Württemberg im Einsatz sind. Zehn Tiere sind es, die meist entlang der Bahnen 9 und 13 im Rough zu sehen sind. „Wir müssen deutlich weniger Schnittgut absammeln; die Fläche verändert sich durch die Schafbeweidung, und unsere Mitglieder sind auch noch total begeistert“, lautet das Fazit.

Das Projekt dokumentiert die Verbundenheit des Clubs zum Thema Natur. Nicht erst seit der Teilnahme am Projekt „Lebensraum Golfplatz“ des Baden-Württembergischen Golfverbandes hat das Greenkeeping-Team die Naturthemen auf der Anlage im Auge. Mit zahlreichen Blühstreifen und mager gehaltenen Roughbereichen ist es in den vergangenen Jahren gelungen, optische Akzente zu setzen, die daneben auch noch für mehr Biodiversität auf der Anlage sorgen. „Gerade da, wo wir den Oberboden abmagern konnten, hat das gut funktioniert und es sind ziemlich attraktive Flächen entstanden“, erklärt Müller.

Dabei ist es die Mischung aus hochwertigen Strukturen, die im GC Heidelberg Lobenfeld den Reiz ausmacht. 9000 Quadratmeter Waldbereiche wurden im Rahmen des Redesigns der Anlage durch einen hochwertigen Mischwald ersetzt, der sich längst gut entwickelt hat. Bäume sorgen auf der einen Seite für strategischen Anspruch beim Spiel, sind gleichzeitig aber auch ein wichtiger Lebensraum für Vögel. „Bei uns sieht man eben auch den Rotmilan immer wieder“, erklärt Müller. Es ist nicht der einzige Greifvogel, dem man hier auf einer Golfrunde begegnet.

Die Teilnahme an der Aktion Lebensraum Golfplatz hat das Bewusstsein für das Thema Steigerung der Biodiversität noch einmal gefördert. Vieles allerdings hatte der Golfclub ohnehin schon vorgesehen: Totholzhaufen und ein Insektenhotel finden sich ebenso wie zahlreiche Vogelkästen. Ein Steinhaufen ist attraktiv für kleinere Echsen. Dazu kommen größere Streuobstbestände mit mehr als 100 Bäumen, bei deren Pflege der Club auch mit einem nahegelegenen Obst- und Gartenbauverein zusammenarbeitet, der den jährlichen Schnitt übernimmt.

Mit der täglichen Arbeit, so Greenkeeper Müller, komme eben immer wieder das eine oder andere neue Projekt hinzu. So wie zuletzt eben auch die Schafe. Wer die Flächen, die sie beweiden, genau betrachtet, stellt fest, dass sich hier der Bewuchs verändert. Mehr Pflanzenvielfalt ist mit dem Einsatz der Tiere entstanden – und das auf ziemlich natürliche Weise.

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