Kirchheim-Wendlingen und Freiburg krönen sich im Donau-Ried
Im GC Donau Riss sicherten sich die Herren aus Kirchheim-Wendlingen und die Damen aus dem Freiburger GC die begehrten Meistertitel – in einem Wochenende voller Dramatik, Fairness und ungebremster Spielfreude.
Bühne im Donauried
Eingebettet in die weite Auenlandschaft zwischen Donau und Riß präsentiert sich der GC Donau Riss als einer der reizvollsten Parklandkurse Oberschwabens. Sein 18-Loch-Championship-Layout verlangt strategisches Denken, saubere Eisenspiele und Nervenstärke auf schnellen, unberechenbar konturierten Grüns. Gerade an diesen letzten beiden Julitagen zeigte der Platz, was gute Pflege ausmacht: Trotz Extremhitze am Donnerstag und drohender Gewitterfront am Freitag präsentierten sich Fairways und Greens in bemerkenswerter Verfassung. Das Team um Head-Greenkeeper Dieter Springmann hatte ganze Arbeit geleistet – und der Club rund um Geschäftsstellenleiterin Annelie Nisch - sowie ihr Team - überzeugte mit einer Gastfreundschaft, die selbst hartgesottene Matchplay-Kämpfer ins Schwärmen brachte.
Sportlich stand das 11. BWGV-Ligafinale der AK 65 auf dem Programm – gespielt an zwei Tagen (Donnerstag, 30. Juli, und Freitag, 31. Juli 2026), mit einer Neuerung im Damen-Bereich: Am ersten Tag wurde erstmals ein Zählspiel gespielt, bevor am Finaltag im klassischen Lochspiel entschieden wurde. Bei den Herren blieb es bei zwei Tagen reinem Lochspiel, wie es Tradition und Reglement des Endrunden-Formats vorsehen.
Turnierverlauf: Hitze, Herz und Hochspannung
Bereits der Halbfinaltag am Donnerstag geriet zur Bewährungsprobe – nicht nur golferisch. Bei hohen Temperaturen mussten Konzentration und Kondition parallel bestehen. Der Club reagierte vorbildlich und versorgte die Aktiven mit reichlich Wasser auf der Runde – ein Service, der mit spürbarer Dankbarkeit angenommen wurde. Die Spielleitung um Ingo Bücher, Sabine Rupprecht-Schmidt und Roland Rasch behielt den Überblick, während Starter Markus Schick beide Tage souverän für pünktliche Abschläge sorgte.
Bei den Herren entwickelte sich das Meisterschaftsfinale zwischen dem GC Kirchheim-Wendlingen und dem GC Neckartal zu einem Krimi, bei dem am Ende jedes Match zählte. Den Grundstein legten Gerhard Weiler mit einem 3&1-Sieg gegen Hans-Jürgen Mergner sowie Luigi Ciampini, der John Sorensen mit 4&2 in die Schranken wies. Stefan Waggershauser setzte sich mit 5&3 gegen Richard Fröhlich durch, ehe Clemens Hertle mit einem 4&3-Erfolg über Klaus Bauer den 4:1-Endstand besiegelte. Damit ist Kirchheim-Wendlingen BWGV-Mannschaftsmeister 2026 der AK 65 Herren, Neckartal folgt als Vizemeister – beide Teams lösten das Ticket zum Deutschlandfinale in den GC Am Alten Fliess.
Deutlich enger ging es im Spiel um Platz 3 zwischen dem GC Tuniberg und dem GC Rheinblick zu. Nach den regulären Partien stand es 2,5:2,5 – Andreas Kratschmer und Dorian Huber hatten sich sogar geteilt getrennt. Ein Stechen musste her: Erst am zweiten Extraloch entschied Tuniberg das Duell für sich und sicherte Bronze.
Bei den Damen dominierte der Freiburger GC das Meisterschaftsfinale gegen den GC St. Leon-Rot. Dr. Sigrid Amtsberg legte mit einem klaren 5&4 gegen Trenzita Brassel de Schade vor, Daniela Haas-Klohé konterte für SLR mit 2&1 gegen Eva Ackermann, und Tatjana Reiert unterlag Gerlinde Diesslin mit 3&2. Am Ende hieß es 3:1 für Freiburg – Titel, Trophäe, Ticket nach Baden Hills zum Bundesfinale. St. Leon-Rot fährt als Vizemeister ebenfalls zur nationalen Endrunde.
Im Damen-Spiel um Platz 3 zwischen dem GC Heidelberg-Lobenfeld und dem GC Konstanz war die Rollenverteilung schnell klar: Rita Simon (1 auf), Cornelia Krause (7&6) und Sybille Novotny (5&4) sicherten Heidelberg drei Punkte, lediglich Christiana Steuber holte für Konstanz einen Ehrenpunkt (3&1 gegen Evelin Dispau). Endstand: 3:1 – Bronze für Heidelberg-Lobenfeld.
Perfektes Timing: Wenn der Donner das Schlusswort spricht
Am Finalfreitag zwang eine aufziehende Gewitterfront die Spielleitung, den Start um eine ganze Stunde vorzuverlegen – eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte. Kaum war das Stechen der Herren beendet und die Siegerehrung eröffnet, meldete sich der Himmel mit einem veritablen Donnerschlag zurück. Punktlandung im wahrsten Sinne – die Spielleitung hatte alle Fäden bis zur letzten Sekunde in der Hand.
Ihre Wertschätzung persönlich zum Ausdruck brachte BWGV-Vizepräsidentin Hanni Weiler, die den Finaltag mitverfolgte und bei der Siegerehrung ein herzliches Grußwort an die Aktiven richtete. Auch der Präsident des GC Donau Riss, Joachim Koch, sowie Spielführer Frank Walberg gratulierten den Teams persönlich und würdigten die faire, sportliche Atmosphäre, die dieses Final Four von Beginn bis Schluss prägte.
Ausblick
Für Kirchheim-Wendlingen, Neckartal, Freiburg und St. Leon-Rot geht die Saison auf großer Bühne weiter: Die Herren messen sich beim Deutschlandfinale im Alten Fliess, die Damen kämpfen in Baden Hills um den nationalen Titel. Baden-Württemberg schickt seine AK-65-Elite mit Rückenwind ins Rennen.
Der BWGV gratuliert herzlich allen Siegerinnen und Siegern zu ihren herausragenden Leistungen und bedankt sich bei der Spielleitung des BWGV, der Geschäftsstelle des ausrichtenden Golfclubs sowie dem Greenkeeping-Team für ihren professionellen Einsatz und die hervorragende Organisation, die dieses Turnier erst möglich gemacht haben.








