Baden-Württemberg wird beim Jugendländerpokal in Kallin Vierter

Leider wurde unser Team aus dem Ländle am vergangenen Wochenende seiner Favoritenrolle beim Jugendländerpokal in Berlin nicht gerecht und beendete das Turnier unerwartet auf Platz 4. Bayern überraschte mit einem soliden und verdienten Start-Ziel-Erfolg.

Eigentlich standen die Zeichen für die Baden-Württemberger sehr gut, denn mit der tollen, super gepflegten Anlage des GC Kallin war ein Austragungsort gewählt worden, der uns schon beim „großen“ Länderpokal vor einigen Jahren zum Sieg verholfen hatte. Mit Christian Schunck (St. Leon-Rot) hält zudem ein Baden-Württemberger mit 65 Schlägen (7 unter Par) weiterhin den Platzrekord. Das beste Teamhandicap und zwei Nationalspieler sorgten zudem für denkbar günstige Voraussetzungen. Dass jedoch Handicap nicht alles ist, zeigte sich recht schnell.

Bereits beim Vierer und den Einzeln zur Zählspielqualifikation verlief absolut nichts nach Plan: Sophia Zeeb (Stuttgarter GC Solitude) konnte aufgrund eines Flug- und Gepäckproblems nicht von Anfang an auflaufen, sondern erst am Samstag ins Wettspielgeschehen eingreifen. Und selbst das war bis in die frühen Morgenstunden noch nicht klar, da ihr Golfgepäck beim Umsteigen in Amsterdam geblieben war und erst gegen 2.00 Uhr früh von Landesjugendwart Manfred Kohlhammer in Empfang genommen werden konnte.

Bereits die Vormittagsrunde (ein Vierer und vier Einzel) warf unsere Mannschaft mit 307 Schlägen auf den siebten Platz zurück, während sich Bayern mit 299 Schlägen vor Sachsen-Thüringen (301) und Niedersachsen Bremen (305) auf der Poleposition platzierte.

Am Nachmittag konnten die Jungs nach einem weiteren Vierer und vier Einzeln (gesamt 9 von 10 Ergebnissen) zwar etwas Boden gut machen, doch die Scores spiegelten leider immer noch nicht den eigentlichen Leistungsstand der Einzelnen wider. Mit „42 über Par“ lautete die Zwischenbilanz sodann Rang 5. Bayern hatte unterdessen den Vorsprung weiter vergrößert und bestätigte mit 27 über Par wohlverdient den ersten Platz, vor den schlaggleichen Teams aus NRW und Hessen mit je 37 über Par.

Damit ergaben sich die Lochspielpaarungen für den nächsten Vormittag im Raster 1 gegen 8, 2 gegen 7, 3 gegen 6 und 4 gegen 5. Die Plätze 9 bis 12 spielten ebenso im Matchplaymodus, konnten sich jedoch nicht mehr für die Medaillenrunden qualifizieren.

Auf dem Programm standen wiederum ein Vierer und vier Einzel, womit also insgesamt 5 Punkte zu vergeben waren. Mit dem Viertplatzierten Sachsen-Thüringen hatte unser Team keine große Mühe und gewann sicher mit 4,5:0,5. Sollte sich also doch wieder alles „zum Guten“ wenden? Während Nordrhein-Westfalen sich mit 2,0:3,0 dem siebtplatzierten Niedersachsen-Bremen beugen musste, gewannen Hessen und Bayern ihre Matches erwartungsgemäß.

Am Samstagnachmittag kam es dadurch also zum Vergleich zwischen Bayern und Baden-Württemberg, welches unser Ländle nach spannenden und durchweg knappen Begegnungen buchstäblich am letzten Loch verlor. So hieß es 3,0:2,0 für Bayern anstatt für uns, und die Karten um den Titel mussten neu gemischt werden, bevor es am nächsten Tag in größerem Umfang, nämlich mit 3 Vierern und 6 Einzeln (9 Punkte) um die Medaillenplätze gehen sollte. Zweiter Finalteilnehmer wurde Hessen mit einem 3,0:2,0 Sieg über Niedersachsen-Bremen.

Dem großen Ziel der Titelverteidigung Baden-Württembergs war nun also das Kleinere „Bronzemedaille“ gefolgt, doch Verletzungen von Maximilian Bögel und Julian Kirschner erschwerten das Vorhaben erheblich. Mit einem 2:1 Rückstand aus den Vierern, versuchten die sechs Einzelprotagonisten zwar weiterhin Alles, konnten jedoch den verlorenen Punkt nicht wieder aufholen und hatten am Ende mit 4:5 das Nachsehen gegen Niedersachsen-Bremen.

Bayern holte sich mit einem 5:4 Erfolg über Hessen nach langer Durststrecke wieder den heißersehnten Pokal und wurde damit für das solide Auftreten über das gesamte Wochenende belohnt. Herzlichen Glückwunsch!

Endplatzierung:

1. Bayern
2. Hessen
3. Niedersachsen-Bremen
4. Baden-Württemberg
5. Rheinland-Pfalz/Saarland

Für das Team Baden-Württemberg waren in Berlin im Einsatz:

Sophia Zeeb (Stuttgarter GC Solitude), Philipp Matlari (St. Leon-Rot), Maximilian Bögel (St. Leon-Rot), Raphael Geißler (GC Bruchsal), Julian Kirschner (Freiburger GC), Marcel Lamadè (GC St. Leon-Rot), Michael Pfeifer (Stuttgarter GC Solitude), Yannick Schütz (Stuttgarter GC Solitude)

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