Golf & Natur

Biodiversität auf Golfanlagen

Insgesamt 33 BWGV-Mitgliederclubs haben sich bisher im Rahmen von Golf & Natur vom Deutschen Golf Verband zertifizieren lassen. Die Mehrzahl davon, 17 an der Zahl, sind Gold zertifiziert, 10 mit Silber und 6 mit Bronze.

Inhaltlich ist dieses Zertifizierungsprogramm zu umfangreich, um es hier in Kürze wiedergeben zu können. Wer sich jedoch im Detail dafür interessiert, der findet im DGV Serviceportal die wichtigsten Informationen.

Speziell die Themen "Förderung der Artenvielfalt" (kurz "Biodiversität") sowie deren Erhalt sind längst zu einer gesellschaftspolitischen Aufgabe geworden. Golfanlagen spielen dabei eine ganz wesentliche und gleichzeitig auch eine aktive Rolle, indem sie mit gezielten Maßnahmen abseits der Spielflächen Lebens- und Entwicklungsräume für die Tier- und Pflanzenwelt schaffen und diese anschließend auch pflegen und erhalten. Die nachfolgende Matrix enthält eine Übersicht über die Maßnahmen, die auf den in Baden-Württemberg im Rahmen von Golf&Natur zertifizierten Anlagen bereits umgesetzt worden sind. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber auch auf den nicht zertifizierten Anlagen werden und wurden zahlreiche solcher Maßnahmen umgesetzt.
Dieser positive Beitrag zum Natur- und Umweltschutz soll jetzt im Rahmen des Pilotprojektes "Lebensraum Golfplatz - Wir fördern Artenvielfalt" nochmals an Dynamik gewinnen und zugleich die Öffentlichkeit auf die diesbzüglichen Leistungen der Golfanlagen aufmerksam machen!

Matrix bestehender Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt auf Golf & Natur zertifizierten Golfanlagen in Baden-Württemberg 

Im GC Heidelberg-Lobenfeld nistet der Rotmilan!

Er braucht strukturreiche, Lebensräume mit Wechsel aus Wald und Offenlandschaft. Strukturen können Hecken, Gehölze, Seen, Wiesen Felder und Feldränder sein, alles, was eine Landschaft abwechslungsreich macht. Daher bietet das Gelände und die nähere Umgebung des Golfclubs dem Rotmilan gute Lebensbedingungen.

Zwei Paare dieser auf der roten Liste stehenden Vogelart nisten am Waldrand an Loch 6/7/17. Das Nahrungsspektrum des Rotmilans reicht von Insekten über Regenwürmer, Frösche, Fische, Lurche Kleinsäuger wie Mäuse, Maulwürfe bis zu Vögeln, Aas und Abfällen.

Gewöhnlich jagen Greifvögel vom Ansitz aus, Rotmilane jedoch, jagen im Flug. Ich konnte beobachten, dass sie auch im Verbund jagen. Vier Vögel kreisten über dem Fairway an Loch 5, um gemeinsam eine ca. 1,50 m lange Natter zu jagen und zu erlegen. Leider ist es mir nicht gelungen, dies im Bild fest zu halten, da ich an diesem Tag kein Teleobjektiv dabei hatte.

Im Herbst zieht der Rotmilan in den Süden und überwintert in Spanien, Portugal und Südfrankreich, Ende Februar bis Mitte März kehrt er zurück in sein Brutrevier. Seit 1990 verzeichnet man einen drastischen Rückgang der Bestände. Ursachen sind Nahrungsmangel in der Brutzeit durch veränderte Landwirtschaft, wie Verlust der Anbau Vielfalt, hohe Düngergaben und Einsatz von Chemie, sowie die steigende Zahl von Windenergieanlagen. Allein in Brandenburg wurden in einem Jahr 308 Rotmilane registriert, die durch Kollisionen mit Rotoren- Blätter verendeten.

Unserem Mitglied, Carsten Wolf, gelang es eine andere Greifvogelart, den Mäusebussard am Ansitz und beim Abflug zu fotografieren.

Text: Brigitte Stauber

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