Team Baden-Württemberg wird Vizemeister - Beim Jugendländerpokal im Maritim Golfpark Ostsee wird unser Team trotz starker Leistung nur Zweiter.
- Vizemeister 2010, das Team des BWGV, v.l.n.r.: Leistungssportkoordinator Marc-Frederik Elsäßer, Landesjugendwart und Kapitän Manfred Kohlhammer, Jake Hogg, Jeremy Paul, Ryan Lloyd, Leonard Adolphs, Christopher Dammert, Physiotrainer Johannes Nawrath, Landestrainer Tobias Heim, Phillip Matlari, Rico Thome, Yannik Paul
Der Jugendländerpokal 2010 wurde an einem neuen Termin ausgetragen, der Modus wurde verändert, es waren nach der Absage von Berlin/Brandenburg nur zehn Mannschaften am Start und das Team Baden-Württemberg muss sich nach fünf Erfolgen in Serie ganz knapp geschlagen geben, soweit die Zusammenfassung des wichtigsten Jugendmannschaftsturniers in Deutschland.
Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Turniers traf man sich nicht an Pfingsten, sondern am vergangenen Wochenende im Maritim Golfpark Ostsee, der als Wunschkandidat des austragenden Golfverbandes Schleswig Holstein ein gut gepflegter und sehr herzlicher Gastgeber war. Auf dem abwechslungsreichen Platz waren aufgrund der Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen (ca. 1.200m Längendifferenz) die Golfverbände, die trotz existierendem Mädchenländervergleichsturnier nach wie vor Mädchen nominieren, stark im Vorteil. Mit dieser Maßnahme verstärken die Landesverbände zwar ihre Teams, allerdings nehmen sie damit auch den von ihnen geförderten Kaderspielern die Chance, sich mit den gleichaltrigen Jungen der gesamten Republik zu messen. Entsprechend war es für unser Team Baden-Württemberg nicht einfach sich daran zu gewöhnen, sich trotz guten Spiels von Mädchen bis zu 100m ausdriven lassen zu müssen. Von dieser Tatsache ließ sich das Team um Kapitän Manfred Kohlhammer, Landestrainer Tobias Heim, Leistungssportkoordinator Marc-Frederik Elsäßer und Physiotrainer Johannes Nawrath allerdings nicht beeindrucken und ging mit einer gewohnt positiven Einstellung ins Turnier.

Am ersten der vier Wettspieltage wurde zunächst eine Zählspielqualifikation mit 3 Vieren (1 Streichergebnis) und 6 Einzeln (1 Streichergebnis) gespielt. Bereits in dieser wurde die Stärke der Mädchen deutlich: Larissa Skodda aus Nordrhein-Westfalen (NRW) spielte eine grandiose 65 und damit Platzrekord auf dem Par 72 Kurs. Und auch ihre Teamkollegin Merle Kasperek trug mit einer 67 wesentlich zum Erfolg ihres Teams bei. Mit 511 Schlägen qualifizierte sich die Mannschaft auf Rang 1. Bei den zweitplatzierten Hessen (515 Schläge) spielten die Mädchen mit 70 und 72 ebenfalls die besten Runden der Mannschaft. Vier Schläge (519) dahinter dann das Team Baden-Württemberg, dass ein bisschen Pech hatte und einen guten Vierer am Vormittag (aufgrund von falschem Ball und falscher Regelauslegung im Flight) disqualifizieren musste. Mit 71 und 80 war man auf dem Leaderboard zunächst nach unten gerutscht, jedoch konnte man sich mit Runden von 71 (Adolphs), 72 (Thome), 74 (Y.Paul), 75 (Hogg) und 76 (Dammert) in den Einzeln wieder auf Platz drei vorarbeiten.
Am zweiten Wettspieltag standen Lochwettspiele, wie sie auch in der Bundesliga gespielt werden (3 Vierer und 6 Einzel), auf dem Programm: 1 gegen 8, 2 gegen 7, 3 gegen 6, 4 gegen 5 und 9 gegen 10. Während NRW sich klar mit 8:1 gegen Gastgeber Schleswig-Holstein durchsetzte, lag unser Team gegen Hamburg nach den Vierern zunächst mit 0,5:2,5 hinten - und das mit richtig guten Schlägen, aber ohne das notwendige Glück beim Putten. Allen war klar, dass dieser Rückstand nur mit einem wahren Kraftakt umzudrehen war, entsprechend motiviert ging das Team nachmittags dann auch zu Werke. Mit deutlich verbessertem Putten und großem Kampfgeist konnte das Team Baden-Württemberg mit teilweise hohen Siegen (z.B. 6&5, 5&4, 5&4) noch die notwendigen Punkte zum Sieg (5:4) sammeln.
Für die vier Gewinner der Achtelfinals ging es am nächsten Tag mit den Halbfinals im Lochspielmodus weiter (1 gegen 4 und 2 gegen 3), die anderen sechs Mannschaften fanden sich in einer zweiten Zählspielqualifikation wieder, die dann die Matches für Sonntag um die Plätze 5 bis 10 ermitteln sollte. Im ersten Halbfinale setzte sich NRW mit 5,5:3,5 gegen Niedersachsen/ Bremen durch, nachdem es nach den Vierern noch unentschieden gestanden hatte. Das Team Baden-Württemberg legte gegen Hessen bereits in den Vieren mit 2,5:0,5 vor und hatte auch in den Einzeln kaum Mühe. Mit 6,5:2,5 Endstand waren sie damit für das Finale qualifiziert. Die Zählspielqualifikation konnte Hamburg mit 28 über Par für sich entscheiden, auf Platz 2 folgte Bayern mit 29 über Par. In der darauffolgenden Lochspielbegegnung siegte Bayern dann jedoch gegen Hamburg und schloss das Turnier mit dem 5. Rang ab.
Im Spiel um die Bronzemedaille ging es anfangs recht eng zu, letztendlich setzte sich aber Hessen mit 5,5:3,5 gegen Niedersachsen/Bremen durch. Im der Wiederauflage des Finals von 2009 standen sich am Sonntag dann Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gegenüber. Nach den Vierern war der Zwischenstand mit 1,5:1,5 noch ausgeglichen, allerdings reichte es in den Einzeln letztlich nicht mehr ganz, um den sechsten Titel in Serie nach Baden-Württemberg zu holen. Trotz einer hervorragenden Leistung und einem großen Kämpferherz, aber eben ohne das notwendige Quäntchen Glück, mussten sich die Jungs um Kapitän Manfred Kohlhammer leider Nordrhein-Westfalen, das im Finale mit vier Mädchen spielte, geschlagen geben. Es war eine knappe Niederlage (5,5:3,5 – drei Matches verlor das Team Baden-Württemberg auf Bahn 18 mit „1 auf“) für Baden-Württemberg, aber gleichzeitig auch ein schöner Abschied für Kapitän Uwe Niemietz und Trainer Günther Kessler, die nach dieser Saison ihre langjährigen Verbandspositionen aufgeben werden. Herzlichen Glückwunsch!
Für die Teams spielten:
NRW: Morten Schrötgens (+0,9), Florian Kolberg (+0,6), Larissa Skodda (0,0), Merle Kasperek (0,8), Maximilian Mehles (0,9), Maximilian Herter (0,9) und Samantha Krug (3,3), Rebecca McGeehan (3,8). Kapitän: Uwe Niemietz
BW: Yannik Paul (+1,4), Jeremy Paul (+0,5), Rico Thome (0,1), Christopher Dammert (0,2), Jake Hogg (0,4), Ryan Lloyd (1,0), Philipp Matlari (1,4), Leonard Adolphs (1,7), Kapitän: Manfred Kohlhammer
Hessen: Kai Kürschner (1,8), Laura Alessandra Fünfstück (2,1), Chira Hartwig (2,3), Jill Marie Schertel (2,5), Lukas Euler (2,7), Philip Coles (3,1), Valentin Haack (3,6), Maximilian Hirsch (4,2), Kapitän: Klaus Heuchemer

Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Turniers traf man sich nicht an Pfingsten, sondern am vergangenen Wochenende im Maritim Golfpark Ostsee, der als Wunschkandidat des austragenden Golfverbandes Schleswig Holstein ein gut gepflegter und sehr herzlicher Gastgeber war. Auf dem abwechslungsreichen Platz waren aufgrund der Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen (ca. 1.200m Längendifferenz) die Golfverbände, die trotz existierendem Mädchenländervergleichsturnier nach wie vor Mädchen nominieren, stark im Vorteil. Mit dieser Maßnahme verstärken die Landesverbände zwar ihre Teams, allerdings nehmen sie damit auch den von ihnen geförderten Kaderspielern die Chance, sich mit den gleichaltrigen Jungen der gesamten Republik zu messen. Entsprechend war es für unser Team Baden-Württemberg nicht einfach sich daran zu gewöhnen, sich trotz guten Spiels von Mädchen bis zu 100m ausdriven lassen zu müssen. Von dieser Tatsache ließ sich das Team um Kapitän Manfred Kohlhammer, Landestrainer Tobias Heim, Leistungssportkoordinator Marc-Frederik Elsäßer und Physiotrainer Johannes Nawrath allerdings nicht beeindrucken und ging mit einer gewohnt positiven Einstellung ins Turnier.
Am ersten der vier Wettspieltage wurde zunächst eine Zählspielqualifikation mit 3 Vieren (1 Streichergebnis) und 6 Einzeln (1 Streichergebnis) gespielt. Bereits in dieser wurde die Stärke der Mädchen deutlich: Larissa Skodda aus Nordrhein-Westfalen (NRW) spielte eine grandiose 65 und damit Platzrekord auf dem Par 72 Kurs. Und auch ihre Teamkollegin Merle Kasperek trug mit einer 67 wesentlich zum Erfolg ihres Teams bei. Mit 511 Schlägen qualifizierte sich die Mannschaft auf Rang 1. Bei den zweitplatzierten Hessen (515 Schläge) spielten die Mädchen mit 70 und 72 ebenfalls die besten Runden der Mannschaft. Vier Schläge (519) dahinter dann das Team Baden-Württemberg, dass ein bisschen Pech hatte und einen guten Vierer am Vormittag (aufgrund von falschem Ball und falscher Regelauslegung im Flight) disqualifizieren musste. Mit 71 und 80 war man auf dem Leaderboard zunächst nach unten gerutscht, jedoch konnte man sich mit Runden von 71 (Adolphs), 72 (Thome), 74 (Y.Paul), 75 (Hogg) und 76 (Dammert) in den Einzeln wieder auf Platz drei vorarbeiten.
Am zweiten Wettspieltag standen Lochwettspiele, wie sie auch in der Bundesliga gespielt werden (3 Vierer und 6 Einzel), auf dem Programm: 1 gegen 8, 2 gegen 7, 3 gegen 6, 4 gegen 5 und 9 gegen 10. Während NRW sich klar mit 8:1 gegen Gastgeber Schleswig-Holstein durchsetzte, lag unser Team gegen Hamburg nach den Vierern zunächst mit 0,5:2,5 hinten - und das mit richtig guten Schlägen, aber ohne das notwendige Glück beim Putten. Allen war klar, dass dieser Rückstand nur mit einem wahren Kraftakt umzudrehen war, entsprechend motiviert ging das Team nachmittags dann auch zu Werke. Mit deutlich verbessertem Putten und großem Kampfgeist konnte das Team Baden-Württemberg mit teilweise hohen Siegen (z.B. 6&5, 5&4, 5&4) noch die notwendigen Punkte zum Sieg (5:4) sammeln.
Für die vier Gewinner der Achtelfinals ging es am nächsten Tag mit den Halbfinals im Lochspielmodus weiter (1 gegen 4 und 2 gegen 3), die anderen sechs Mannschaften fanden sich in einer zweiten Zählspielqualifikation wieder, die dann die Matches für Sonntag um die Plätze 5 bis 10 ermitteln sollte. Im ersten Halbfinale setzte sich NRW mit 5,5:3,5 gegen Niedersachsen/ Bremen durch, nachdem es nach den Vierern noch unentschieden gestanden hatte. Das Team Baden-Württemberg legte gegen Hessen bereits in den Vieren mit 2,5:0,5 vor und hatte auch in den Einzeln kaum Mühe. Mit 6,5:2,5 Endstand waren sie damit für das Finale qualifiziert. Die Zählspielqualifikation konnte Hamburg mit 28 über Par für sich entscheiden, auf Platz 2 folgte Bayern mit 29 über Par. In der darauffolgenden Lochspielbegegnung siegte Bayern dann jedoch gegen Hamburg und schloss das Turnier mit dem 5. Rang ab.
Im Spiel um die Bronzemedaille ging es anfangs recht eng zu, letztendlich setzte sich aber Hessen mit 5,5:3,5 gegen Niedersachsen/Bremen durch. Im der Wiederauflage des Finals von 2009 standen sich am Sonntag dann Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gegenüber. Nach den Vierern war der Zwischenstand mit 1,5:1,5 noch ausgeglichen, allerdings reichte es in den Einzeln letztlich nicht mehr ganz, um den sechsten Titel in Serie nach Baden-Württemberg zu holen. Trotz einer hervorragenden Leistung und einem großen Kämpferherz, aber eben ohne das notwendige Quäntchen Glück, mussten sich die Jungs um Kapitän Manfred Kohlhammer leider Nordrhein-Westfalen, das im Finale mit vier Mädchen spielte, geschlagen geben. Es war eine knappe Niederlage (5,5:3,5 – drei Matches verlor das Team Baden-Württemberg auf Bahn 18 mit „1 auf“) für Baden-Württemberg, aber gleichzeitig auch ein schöner Abschied für Kapitän Uwe Niemietz und Trainer Günther Kessler, die nach dieser Saison ihre langjährigen Verbandspositionen aufgeben werden. Herzlichen Glückwunsch!
Für die Teams spielten:
NRW: Morten Schrötgens (+0,9), Florian Kolberg (+0,6), Larissa Skodda (0,0), Merle Kasperek (0,8), Maximilian Mehles (0,9), Maximilian Herter (0,9) und Samantha Krug (3,3), Rebecca McGeehan (3,8). Kapitän: Uwe Niemietz
BW: Yannik Paul (+1,4), Jeremy Paul (+0,5), Rico Thome (0,1), Christopher Dammert (0,2), Jake Hogg (0,4), Ryan Lloyd (1,0), Philipp Matlari (1,4), Leonard Adolphs (1,7), Kapitän: Manfred Kohlhammer
Hessen: Kai Kürschner (1,8), Laura Alessandra Fünfstück (2,1), Chira Hartwig (2,3), Jill Marie Schertel (2,5), Lukas Euler (2,7), Philip Coles (3,1), Valentin Haack (3,6), Maximilian Hirsch (4,2), Kapitän: Klaus Heuchemer

